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yzzy am 21. April 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 21. April 2012 mit einer Fähigkeit, die so unglaublich wichhtig ist: Lesen. Am 23. April ist Welttag des Buches, und da gibt es in vielen Buchhandlungen auch wieder einen Kurzroman für Kinder. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um neue Reispässe, um einen verzweifelten Museumsdirektor, um viel zu kleine Dinobabys und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 21.4.2012

yzzy Titelseite am 21. April 2012

yzzy Titelseite am 21. April 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Ich schenk dir eine Geschichte: Der „Welttag des Buches“ feiert das Lesen

Wer gerne liest, hat mehr Erfolg in der Schule – das belegt eine Studie der „Stiftung Lesen“. Denn wer lesen kann, bekommt Zugang zum Wissen. Aber Lesen kann noch mehr: Es öffnet Tore in ganz neue oder fremde Welten. Es regt die Phantasie an.

Am 23. April gibt es einen besonderen Tag für alle Bücher, den „Welttag des Buches“. Deutschlandweit feiern dann Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte ein großes Lesefest. Und bereits zum 16. Mal erhalten an diesem Tag über 700.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“. In diesem Jahr hat die Autorin Christine Fehér den Kurzroman „Die Kinder vom Brunnenplatz” für das Welttagbuch geschrieben. Wer das Buch nicht in der Schule bekommt, kann es in vielen Buchhandlungen erhalten.

Lesen ist eigentlich eine der unnatürlichsten Tätigkeiten des menschlichen Gehirns, sagt der Psychologe Werner Stangl. Denn im Vergleich zur Geschichte des Menschen gibt es das Lesen noch nicht so lange – erst seit einigen tausend Jahren. Vorher nahm das menschliche Gehirn alle Informationen durch Bilder oder Erzählungen auf. Das Sehen und Hören müssen wir nicht lernen, das sind angeborene Sinne. Lesen dagegen schon. Und es ist wichtig, dass wir es lernen.

Dabei sind die Eltern die wichtigsten Vorbilder ihrer Kinder. Sie haben den größten Einfluss darauf, wie sehr sich ihre Kinder für Bücher interessieren. Das Vorlesen von klein auf ist deswegen enorm wichtig. Ist die Lust am Lesen erst einmal geweckt, dann entwickelt sich die Lesekompetenz von ganz alleine. Dieser Vorsprung, so zeigen viele Studien, hält ein ganzes Leben.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.welttag-des-buches.de

DEUTSCHLAND

Kinderwunsch

Erlagen. Manchmal können ein Mann und eine Frau keine gemeinsamen Kinder bekommen. Ihr Kinderwunsch musste bis Ende der 1970er Jahre unerfüllt bleiben. Deshalb war es eine große Sensation, als vor 30 Jahren – am 16. April 1982 – das erste deutsche Retortenbaby zur Welt kam. 1978 wurde das weltweit erste Retortenbaby in England geboren. Das heißt, dass die Befruchtung der Eizelle außerhalb des Mutterleibes durchgeführt wird. Künstliche Befruchtungen sind heute ganz normal. Mittlerweile wurden weltweit schon vier Millionen Babys mit Hilfe der künstlichen Befruchtung gezeugt. Es gibt aber auch Leute, die das gar nicht gut finden. Aber viele Paare sind glücklich, durch diesen medizinischen Fortschritt endlich ihr Baby im Arm halten zu können.

So viel wert wie noch nie

Frankfurt am Main. Fußball ist für die einen ein Hobby, für andere Leidenschaft und für einige ein dickes Geschäft – vor allem für die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit Sitz in Frankfurt am Main. Da die Fußballspiele der Bundesliga viele Zuschauer vor den Fernseher locken, wollen die Fernsehsender natürlich möglichst viele davon zeigen. Das dürfen sie aber nur, wenn sie zuvor die Rechte vom DFL gekauft haben. Und dabei geht es um gewaltige Summen: 2,5 Milliarden Euro konnte die Liga mit den Fernsehsendern aushandeln, damit sie in der nächsten Saison über Fußballspiele der Bundesliga berichten dürfen. Das ist doppelt soviel Geld, wie die Sender für diese Saison zahlen mussten. Wie bisher hat auch weiterhin der Bezahlsender sky die Live-Übertragungsrechte für alle Spiele. Die ersten Zusammenfassungen der Spiele gibt es in der ARD-Sportschau zu sehen und später darf das Aktuelle Sportstudio im ZDF vom Spieltag berichten.

Reisepass wird Pflicht

Berlin. Ferienzeit ist Reisezeit. Und jeder, der ins Ausland reisen möchte, braucht ab dem 26. Juni 2012 dafür einen eigenen Reisepass. Das gilt auch für Kinder, die bis jetzt noch im Pass der Eltern mit eingetragen sind. Das gilt auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union. Wer also noch keinen eigenen Reisepass hat und an der Grenze keine Probleme bekommen möchte, sollte schnell mit seinen Eltern einen Reisepass beantragen. Denn gerade vor den Ferien ist bei den zuständigen Behörden immer viel los.

EUROPA

Kunst in Flammen

Casoria. Wie verzweifelt muss ein Museumsdirektor sein, der aus Protest Kunstwerke verbrennt? Ein privates Museum in der Nähe von Neapel, das „CAM“-Museum, leidet an finanzieller Not und hat zu wenig Räume für die rund 1000 Kunstwerke, die dort ausgestellt werden. Direktor Antonio Manfredi hat den italienischen Staat und auch das Ausland immer wieder um Unterstützung gebeten. Doch Hilfe kam nicht. Auch viele andere Museen in Italien haben Geldsorgen. Um gegen diese Kunstkrise zu protestieren, griff Manfredi nun zu einer Aufsehen erregenden Methode: Aus Protest verbrannte er das Bild einer französischen Künstlerin, das etwa 10.000 Euro wert war. Die Künstlerin unterstützt diese Aktion. Nun sollen jede Woche drei Kunstwerke verbrannt werden, so lange bis der Staat Hilfe verspricht.

Zu klein für die Welt

Zürich. Einige Dinge werden wohl nie ganz geklärt werden. Dazu gehört auch, warum die Dinosaurier ausgestorben sind. Wissenschaftler von der Universität in Zürich meinen, dass die frisch geschlüpften Dino-Babys zu klein waren. Sie mussten sich, bis sie ausgewachsen waren, in zu vielen verschiedenen Lebensräumen mit zu vielen Feinden behaupten. Ein Säugetier dagegen wächst behütet bei der Mutter auf, also in dem gleichen Lebensraum wie sie. Die Eier der Dinosaurier konnten aber nicht größer werden:  Ansonsten wäre die Schale zu dick und nicht mehr luftdurchlässig gewesen und das Jungtier hätte nicht mit Sauerstoff versorgt werden können. Eine Dino-Mutter mit einem Gewicht von vier Tonnen war 2500 Mal schwerer als ihr Dino-Baby. Im Vergleich dazu: Eine Elefantenmutter wiegt nur 22 Mal so viel wie ihr Neugeborenes.

WELT

Huckepack ins Museum

USA. Sie hat ein aufregendes Leben gehabt und ist weit gereist – die Raumfähre „Discovery” (das heißt übersetzt Entdeckung). Sie war 27 Jahre im Einsatz und flog 39 Mal ins All. Wenn man alle Flüge zusammenzählt, verbrachte sie ein ganzes Jahr im Weltall und legte dabei 250 Millionen Kilometer zurück. Am vergangenen Dienstag ging die Raumfähre vom „Kennedy Space Center“ in Cape Canaveral in Florida auf ihre letzte Reise. Doch sie flog nicht selbst, sondern wurde von einem Flugzeug Huckepack genommen. Dieses außergewöhnliche Bild schauten sich viele Menschen vom Boden aus an und nahmen Abschied von der dienstältesten Raumfähre der USA. Nun ist die „Discovery“ die neueste Attraktion für Besucher des Luftfahrt-Museums  in der Nähe der Hauptstadt Washington.

Rauchender Berg aktiv

Mexiko.  Nur 70 Kilometer von der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt entfernt befindet sich der 5452 Meter hohe Berg Popocatépetl – in der Sprache Azteken heißt das „rauchender Berg“. Dieser Berg ist ein Vulkan. Und zurzeit ist er wieder aktiv und stößt Wasserdampf, Gase und Asche aus. Wegen seiner hohen Aktivität haben Mexikos Behörden die zweihöchste Alarmstufe ausgerufen: Alarmstufe „Gelb Phase 3“. Das bedeutet, dass die Explosionsgefahr des Vulkans mittelmäßig hoch ist. Er kann Lava ausstoßen und Asche über nahe gelegene Ortschaften regnen lassen. Der Popocatépetl stößt seit 1994 in regelmäßigen Abständen immer wieder glühende Steine, Asche und Gas aus. Für die Bevölkerung rund um den aktiven Vulkan besteht im Moment keine Gefahr, sagen die Behörden.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 21.4.2012

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yzzy am 14. April 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 14. April 2012 mit kleinen, fiesen Tierchen, die jetzt im Frühjahr wieder aktiv werden: Zecken. So ein Zeckenstich an und für sich ist ja schon eine unangenehme Sache, aber weil daraus auch noch eine schwere Erkrankung werden kann, ist mit Zecken wirklich nicht zu spaßen. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um einen Bären in Bayern, um Überlegungen, Papiergeld zu verbannen, um den Waffenstillstand in Syrien und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 14.4.2012

yzzy Titelseite am 14. April 2012

yzzy Titelseite am 14. April 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Vorsicht, Zeckenalarm: Nach dem Spielen im Freien soll der Körper gründlich abgesucht werden

Es ist wieder so weit: Im Garten toben, im Wald spielen oder Picknick auf der Wiese, der Frühling bringt Sonne und Wärme, und endlich können wir wieder raus ins Freie. Doch hier draußen lauern auch Gefahren. Eine ist klitzeklein und mogelt sich einfach unter unsere Kleidung und sticht dann hemmungslos zu: die Zecke.

Wenn es warm wird, werden die kleinen Spinnentiere aktiv. Die häufigste Art der in Deutschland auftretenden Zecke ist der Gemeine Holzbock. Sie ritzt die Haut an, verankert ihren Stachel in der Haut und beginnt dann mit der Nahrungsaufnahme, dem Blutaussaugen. Bei diesem Stich, der umgangssprachlich auch Biss genannt wird, kann die Zecke gefährliche Krankheiten übertragen. Eine Krankheit ist Borreliose. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hat jetzt herausgefunden, dass etwa sieben Prozent der 14- bis 17-Jährigen schon mal von einer infizierten Zecke gebissen worden sind. Und auch bereits bei drei Prozent der Drei- bis Sechsjährigen fanden sich Antikörper im Blut. Das heißt, dass auch diese Kinder schon mal von einem mit Borreliose infiziertem Holzbock gebissen worden sind.

Es ist wichtig, einen Zeckenbiss zu erkennen und zu beobachten, denn bei einer Infektion mit Borreliose entsteht eine Rötung, die oft wandert. In so einem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, da diese Krankheit gut mit einem Antibiotikum behandelt werden kann. Eine weitere Krankheit, die durch eine Zecke übertragen werden kann, ist die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Obwohl das Wort Frühsommer darin vorkommt, kann die Krankheit zu jeder Zeit von einer Zecke übertragen werden. Gegen FSME kann man sich aber impfen lassen.

Zecken sitzen auf Grashalmen, Zweigen von Büschen und im Unterholz. Kommt nun ein so genannter Warmblüter, also ein Mensch oder Tier vorbei, lässt die Zecke sich von ihm abstreifen. Sie fallen also nicht einfach von Bäumen auf den Menschen herab.

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Lange Hosen, lange Ärmel und feste Schuhe können es der Zecke immerhin schwer machen, an die Haut des Menschen zu gelangen. Auch das Einreiben mit einem Zeckenschutzmittel kann helfen. Doch wichtig ist auch dann, nach einem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper nach den kleinen Tierchen abzusuchen. Zecken bevorzugen warme und dünne Hautstellen, deshalb sollten vor allem Arme, Kniekehlen, Hals und Kopf sowie die Haut im Schritt gründlich abgesucht werden.

DEUTSCHLAND

Der Bär ist los

Bayerischer Wald. Vor sechs Jahren gab es in Bayern Aufregung um einen Braunbären mit Namen Bruno. Weil er Schafe tötete und sich zu nah an Wohngebiete heranwagte, wurde er zu einem „Problembär“ und schließlich mit staatlicher Erlaubnis erschossen. Nun ist wieder ein Bär unterwegs – und zwar in der Alpenregion. Im Grenzgebiet zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz wurde er schon an verschiedenen Orten gesehen. Es wird vermutet, dass er auf dem Weg nach Bayern ist. Der Bär soll zwei Jahre alt sein und etwa 100 Kilogramm wiegen. Bisher hat er noch keine größeren Schäden angerichtet. Nur ein paar Bienenstöcke hat er geplündert, um an den leckeren Honig zu kommen.

Marsgestein fällt vom Himmel

Frankfurt am Main. Ein Glücksfall für die Wissenschaft: Am 18. Juli 2011 stürzte ein Meteorit auf die Erde. Als Bruchstücke davon gefunden wurden, war das noch nichts Besonderes. Aber als Mitte Januar herauskam, dass die Gesteinsstücke vom Planeten Mars stammen, waren die Wissenschaftler begeistert: „Seit der Aufzeichnung von Meteoritenfällen ist dies erst der fünfte Fall, in dem Gesteinsmaterial vom Mars nach Millionen von Jahren im Weltall seinen Weg zufällig zur Erde findet, beim Fall zur Erde beobachtet wurde und danach direkt aufgesammelt werden konnte“, freut sich Prof. Frank Brenker. Er hat nun das Glück, gemeinsam mit seinem Team an der Goethe-Universität in Frankfurt das Fundstück zu untersuchen. Er will dadurch etwas über frühere Lebensformen und Vulkantätigkeit auf dem Mars herausfinden.

Kostenlose Korane

Berlin. Der Koran ist die heilige Schrift des Islam – so wie die Bibel für das Christentum. Und zurzeit wird der Koran in vielen deutschen Einkaufsstraßen kostenlos verteilt. Darüber diskutiert momentan das ganze Land. Diejenigen, die den Koran als Buch verteilen, machen vielen Menschen hier nämlich Angst: Es sind Salafisten. Der Salafismus ist eine besonders radikale Auslegung des muslimischen Glaubens. Salafisten fordern beispielsweise, dass alle Frauen ihr Gesicht mit einem Schleier verhüllen müssen, und sie möchten verhindern, dass Frauen einen Beruf erlernen und arbeiten gehen. Und sie sagen, dass es keine Gesetze geben soll, die von Menschen gemacht wurden, sondern nur noch die Gesetze, die im Koran stehen. Der Salafismus steht nach Meinung der Bundesregierung außerdem in einem engen Zusammenhang mit Terrorismus, der sich gegen unsere Lebensweise richtet.

EUROPA

Vor 100 Jahren sank die Titanic

Southampton. Von dieser Katastrophe spricht man nun schon seit 100 Jahren: In der Nacht zum 15. April 1912 sank die Titanic – das damals  größte, modernste und als unsinkbar geltende Passagierschiff. Auf dem Weg  von Southampton (England) nach New York (USA) rammte es einen Eisberg und ging unter. Etwa 1500 Menschen starben. Zur Erinnerung an das Unglück gibt es nun etwas ganz Besonderes: eine Erinnerungsfahrt. Das Kreuzfahrtschiff Balmoral fährt seit dem 8. April auf der damaligen Route der Titanic. An Bord sind 1309 Passagiere, darunter auch Nachkommen der Titanic-Passagiere. Viele haben sich sogar so angezogen wie vor 100 Jahren. In der Nacht zum 15. April soll die Balmoral am Ort des Titanic-Unglücks vor Neufundland ankommen. Dort wird dann mit einem Gottesdienst an die Opfer des Unglücks gedacht.

Bald kein Papiergeld mehr?

Stockholm. Egal ob Münzen oder Scheine – Geld gehört zum Leben dazu. Doch die Schweden sehen das anders: Sie wollen das Papiergeld abschaffen. Dabei war Schweden das erste Land in Europa das 1661 das Papiergeld eingeführt hat. Nun könnten sie die ersten sein, die es wieder abschaffen. Denn mit Kreditkarten werden dort heute schon kleinste Einkäufe bezahlt. Viele glauben, dass sich dadurch ihr Alltag vereinfachen würde. Aber vor allem ältere Menschen wollen diese Veränderung nicht. Sie wollen weiterhin mit Papiergeld bezahlen, obwohl in Schweden Bargeld selbst beim Ticketkauf in Bussen oder Straßenbahnen gar nicht mehr angenommen wird.

WELT

Waffenruhe in Syrien

Syrien. Schon seit einem Jahr können die Menschen in einigen Regionen Syriens kein normales Leben mehr führen. Machthaber Baschar al-Assad lässt seine Soldaten auf das eigene Volk schießen. Denn er hat Angst, dass er seine Macht verlieren könnte. Viele Orte sind zerstört, etwa 9000 Menschen wurden getötet. Immer wieder wurde Syrien von anderen Ländern dazu aufgefordert, mit der Gewalt aufzuhören, aber es wurde weiter gekämpft. Kofi Annan, der Sondergesandte der Vereinten Nationen (UN) hat nun eine Waffenruhe mit dem syrischen Regime ausgehandelt. Sie besagt, dass die Waffen von nun an schweigen sollen und der Streit zwischen der Regierung und ihren Gegnern über Gespräche und Verhandlungen geklärt werden soll. Die Waffenruhe scheint seit Donnerstag zu halten. Aber trotzdem zweifeln viele daran, dass Assad wirklich mit der Gewalt aufhören wird.

Die Macht war mit ihm

Australien. Einfach nur so durch die Gegend zu laufen, das war dem 21-jährigen Australier Jacob French zu langweilig. Deshalb zog er wie eine Star Wars-Figur in voller „Stormtrooper“-Montur durchs Land und sammelte Geld für kranke Kinder: insgesamt 66.000 Euro. „ Ich hatte das Kostüm im Schrank und fragte mich, wie ich die Leute ein bisschen zum Lachen bringen könnte. Das Einfachste war, in diesem Kostüm zu wandern“, sagt Jacob French. Ihm war allerdings nicht immer zum Lachen zumute. Denn der Helm des „Stormtrooper“-Kostüms war sehr schlecht belüftet und auch unter der Plastikmontur konnte es sehr heiß werden. Aber er hat es geschafft: Insgesamt neun Monate war er so unterwegs und ist 5000 Kilometer gelaufen.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 14.4.2012

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yzzy macht über Ostern eine Woche Pause!

Liebe Leser,

yzzy macht über Ostern eine Woche Pause. Wir lesen uns wieder am 14. April. Die Redaktion wünscht schöne Ostertage!

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yzzy am 31. März 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 31. März 2012 mit einem Fest, das wir alle Jahre wieder feiern. Nein, nicht Weihnachten! Wie denn auch – es ist Frühling, und natürlich geht es um Ostern. Genauer: um Osterbräuche in allen möglichen Ländern. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um eine Flaschenpost, die mehr als 30 Jahre unterwegs war, um Arbeitslosigkeit in Spanien, um einen unglaublich tiefen Tauchgang in einem U-Boot und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 31.3.2012

yzzy Titelseite am 31. März 2012

yzzy Titelseite am 31. März 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Es ostert wieder: Auf der ganzen Welt wird gefeiert

Bald ist Ostern. Dann gibt es wieder viel zu tun für Hasen und Hennen. Aber wie wird in anderen Ländern eigentlich das Fest der Auferstehung von Jesus Christus gefeiert? Hier einige Beispiele, die zeigen, dass Hasen ein deutlich entspannteres Osterfest feiern können, wenn sie nicht in Deutschland leben.

In Finnland geht es am Osterfest recht laut zu. Am Ostersonntag (oder Palmsonntag) dürfen die Kinder mit allem, was sie so finden, einen Riesenradau machen. Damit beenden sie die stille Zeit zwischen Karfreitag und Ostersonntag, in der die Christen den Tod von Jesus am Kreuz betrauern. Außerdem gibt es noch eine Tradition in Finnland, die an den Einzug von Jesus in Jerusalem erinnern soll: Es gibt leichte Hiebe mit der Rute. Das soll Glück bringen!

In Wales sind die Leute früher an Karfreitag immer nur barfuß unterwegs gewesen: Sie wollten die Erde nicht stören. Heute steigen die Waliser am Ostersonntag kurz vor Sonnenaufgang auf einen Hügel und begrüßen dort das Sonnenlicht und damit das wiedergeborene Leben. Dazu schlagen sie drei Purzelbäume.

In Italien finden an Karfreitag Prozessionen zur Erinnerung an den Leidensweg Jesu statt. Das Kreuz wird von dunkel gekleideten Menschen schweigend durch die Straßen getragen. Am Ostersonntag kommen dann viele Menschen auf den Petersplatz in Rom. Dort erteilt der Papst den Segen „Urbi et orbi“. Für Katholiken ist das der Höhepunkt des Osterfestes. Ein typisches Osteressen ist die „Pasquetta“, ein salziger Kuchen mit gekochten Eiern (die sollen Glück bringen) und Spinat (ein grünes Essen wegen Gründonnerstag, dem Donnerstag vor dem Osterfest).

In Österreich werden am Palmsonntag nach einer kirchlichen Prozession Palmzweige und Weidenkätzchen geweiht. Die werden dann als Glücksbringer hinter die Kreuze an den Häusern gesteckt. Die Kinder tragen mit Bändern, Brezeln und Äpfeln geschmückte Palmstangen zur Kirche.

In Schweden sind die Osterweiber unterwegs. Am Ostersamstag verkleiden sich Kinder mit Kopftüchern und Röcken, ziehen von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten. Die Wohnungen werden mit Birkenzweigen und Federpuscheln bunt geschmückt. Das Osterfest wird dann mit Feuerwerk und viel Lärm gefeiert, um die bösen Osterhexen zu vertreiben.

Etwas ganz Besonderes passiert am Ostersonntag auf den Philippinen. Sobald die Kirchenglocken läuten, heben Eltern ihre Kinder am Kopf hoch, weil sie glauben, dass sie ihnen so beim Wachsen helfen können.

DEUTSCHLAND

Alte Post

Semlin. 31 Jahre hat es gedauert, bis die Flaschenpost der damals 11-jährigen Heike aus Rathenow gefunden wurde. Am vergangenen Sonntag ging ein Ehepaar am Hohennauener-Ferchesarer See spazieren und entdeckte im Schilf ein Flasche. Sie holten sie raus und fanden ein Stück Papier darin. „Flaschenpost“ lasen sie und auf der Rückseite stand: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz.“ Und die Adresse des Mädchens. Da ihre Eltern heute noch dort leben, konnte die heute 41-jährige Heike Lange schnell gefunden werden. Sie war sehr überrascht, dass ihre Flaschenpost nach so vielen Jahren gefunden wurde. Die hatte sie damals bei einem Besuch bei ihrer Tante in Semlin in den großen See geworfen. Nun soll der Brief im Semliner Heimatmuseum  ausgestellt werden.

Das Saarland hat gewählt

Saarbrücken. Im Saarland ist am vergangenen Sonntag neu gewählt worden. Diese Wahl war nötig, weil sich die bisherige Regierung frühzeitig aufgelöst hatte. Das lag daran, dass die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU nicht mehr in der so genannten Jamaika-Koalition aus CDU (schwarz), FDP (gelb) und Grünen weiter regieren wollte. Schwarz, Gelb und Grün sind die Farben der Flagge von Jamaika, daher der Name. Das Ergebnis der Wahl: Die CDU hat am meisten Stimmen bekommen (35,2 Prozent). Also bleibt  Kramp-Karrenbauer Ministerpräsidentin. Zweitstärkste Partei ist die SPD mit 30,6 Prozent. Ebenfalls im Landtag vertreten sind Die Linke (16,1 Prozent) und ganz knapp die Grünen, die gerade so die 5-Prozent-Hürde geschafft haben. Hat eine Partei weniger als 5 Prozent der Wählerstimmen, darf sie keine Vertreter in den Landtag schicken. Deshalb hat die FDP es mit 1,2 Prozent nicht geschafft. Dafür hat die Piratenpartei (7,4 Prozent) zum ersten Mal Sitze im saarländischen Parlament. Nun wird es im Saarland wohl eine große Koalition aus CDU und SPD geben.

Karl May: 100 Jahre tot

Radebeul. Winnetou, Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar: Vielleicht habt ihr von diesem Romanhelden schon gehört – Eure Großeltern kennen sie auf jeden Fall! Ausgedacht hat sie sich Karl May. Und viele Menschen fanden seine Bücher ganz große klasse. Über 200 Millionen seiner Bücher wurden verkauft – 100 Millionen alleine in deutscher Sprache. Karl May starb am Freitag vor 100 Jahren, am 30. März 1912.

EUROPA

24 Stunden streiken

Madrid. Spanien hat viel zu wenig Geld in der Kasse, muss aber hohe Schulden begleichen. Die Regierung muss sparen. Viele Spanier haben Angst davor, dass es ihnen durch die Sparpolitik schlechter gehen wird. Außerdem hat die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy Änderungen auf dem Arbeitsmarkt beschlossen, die den Gewerkschaften nicht gefallen. Denn sie bedeuten weniger Geld und weniger Sicherheit für die Angestellten. Spanien hat mit die meisten Arbeitslosen in Europa: Fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos, bei den unter 25-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Um gegen die Arbeitsmarktpolitik zu kämpfen, hatten die Gewerkschaften für vergangenen Donnerstag zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Dadurch fuhren weniger Busse, Flugzeuge blieben am Boden und Fließbänder in den Autofabriken standen still.

Erdgas strömt aus

Aberdeen. In der Nordsee gibt es 450 Bohrinseln. Erdgas und Erdöl werden tief unter dem Meeresgrund gefördert. Nun hat eine Gasbohrinsel des französischen Energiekonzerns Total vor der schottischen Küste eine undichte Stelle, Gas strömt unkontrolliert aus. Dieses Gas ist giftig und hochexplosiv. Am Montag fiel den Arbeitern das Leck auf, alle wurden vorsorglich von der Bohrinsel nach Aberdeen gebracht. Es besteht nämlich Explosionsgefahr. Mittlerweile sind sogar zwei Lecks entdeckt worden: Eines liegt in 4000 Meter Tiefe am Meeresboden und eines auf der Plattform selber. Naturschützer befürchten, dass Tiere zu Schaden kommen. Für die Bevölkerung an Land bestünde aber keine Gefahr, sagen die Behörden, da das ausströmende Gas sich in der Atmosphäre verteilt.

WELT

Tauchgang zum tiefsten Punkt

Marianengraben. Der Kanadier James Cameron ist in einem Spezial-U-Boot zum tiefsten Punkt der Erde abgetaucht. Fast 11.000 Meter ging es in die Tiefe. Der 57-jährige Regisseur, der erfolgreiche Filmen wie „Titanic“ und „Avatar“ drehte, ist nun der erste Mensch, der in einem U-Boot in den Marianengraben im Pazifik abgetaucht ist. Fast zweieinhalb Stunden hat es gedauert, bis er den Meeresboden erreicht hat. In dem speziellen U-Boot waren es dann nur noch knapp Null Grad. In der absoluten Dunkelheit dort unten schwimmen keine Fische. Cameron hat nur winzige krabbenähnliche Lebewesen gesehen. Allerdings bewegte sich nach kurzer Zeit der Greifarm des U-Bootes nicht mehr, deshalb konnte er keine Proben von Lebewesen aus der unerforschten Tiefe mitbringen. „Für mich ist dies erst der Anfang”, sagte James Cameron. Er möchte noch öfter abtauchen und dann sicherlich mit Proben vom Meeresboden wieder auftauchen.

Popcorn hält jung

USA. Zu einem Kinobesuch gehört für viele eine große Tüte Popcorn. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass der Puffmais sogar schön macht und gesund ist. Allerdings muss er dann ohne Butter und Salz gegessen werden. In den gepufften Körnern befinden sich nämlich viele Antioxidantien, die auch in Obst und Gemüse enthalten sind. Diese Stoffe können das Älterwerden verlangsamen und Krankheiten bekämpfen. Allerdings sagen die Wissenschaftler auch, dass Popcorn kein Obstersatz ist. Denn in Apfel, Birne und Banane stecken viele Vitamine und andere Stoffe, die die gepufften Körner nicht bieten können.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 31.3.2012

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yzzy am 24. März 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 24. März 2012 mit unserem neuen Bundespräsidenten. Er heißt Joachim Gauck und trat jetzt sein Amt an. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um wandernde Kröten, um Kühe in einer Seilbahn, um den Einfluss von Lärm auf die Natur und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 24.3.2012

yzzy Titelseite am 24. März 2012

yzzy Titelseite am 24. März 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Neuer Bundespräsident: Seine erste Reise führt ihn nach Polen

Joachim Gauck ist neuer Bundespräsident. Am vergangenen Sonntag wurde er von der Bundesversammlung gewählt. „Was für ein schöner Sonntag“, sagte Joachim Gauck nach seiner Wahl. Nun ist er der Neue im Schloss Bellevue. Das Berliner Schloss ist der Amtssitz des Bundespräsidenten.

Am vergangenen Freitag wurde er vereidigt. Das heißt, dass er einen Amtseid ablegt. Dieser Amtseid ist eine Erklärung, die eine Person abgibt, bevor sie die Pflichten eines Amtes oder Dienstes übernimmt. In diesem Falle das Amt des Bundespräsidenten. Danach hielt Joachim Gauck seine erste Rede vor dem Bundestag. Und viele Politiker waren begeistert. „Das war die beste Rede, die ich bislang hier im Deutschen Bundestag gehört habe. Ich kann mich nicht an jemanden erinnern, der mal so klar und deutlich dem Land Mut gemacht hat, aber auch Ziel und Richtung unseres Landes gewürdigt hat“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Joachim Gauck ist 72 Jahre alt. Bis 1990 war er Pastor in Rostock. Er lebte und arbeitete also viele Jahre in der DDR. Nach dem Untergang der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Jahr 1990 wurde er für zehn Jahre Beauftragter für die Stasi-Unterlagen. Er half mit, Millionen von Akten aufzuarbeiten, die die Staatsicherheit (der Geheimdienst der DDR) über 40 Jahre angelegt hatte. Von der Stasi wurden viele Menschen überwacht und ausgehorcht.

Nun ist er Bundespräsident und hat sich in seiner ersten Rede am Freitag auch schon etwas gewünscht – nämlich Vertrauen. Aber nicht nur Vertrauen in ihn, sondern auch die Bitte an alle, „immer wieder damit zu beginnen, Vertrauen in sich selbst zu setzen.“ Schon am Montag geht der Bundespräsident auf seine erste Dienstreise. Die führt ihn in unser Nachbarland Polen.

DEUTSCHLAND

800 Jahre singen

Leipzig. Die Thomaner sind einer der berühmtesten Knabenchöre der Welt. Berühmt wurde der Chor, weil großartige Komponisten ihn geleitet haben, unter anderem Johann Sebastian Bach ab dem Jahr 1723. Im Chor singen etwa 100 Jungen von 9 bis 18 Jahren, die eine ganz besonders gute Stimme haben. Die Thomaner singen nicht nur zusammen, sie lernen und leben auch gemeinsam im Internat. In dieser Woche feiert der Thomaner-Chor seinen 800. Geburtstag. Dazu gibt es eine Festwoche in Leipzig. Auch der neue Bundespräsident Joachim Gauck kam in die Leipziger Thomaskirche, um zum Geburtstag zu gratulieren. Um auch in Zukunft genügend talentierte Jungen für den Chor zu finden, gibt es sogar eine eigene Kita, eine Grundschule und ein Gymnasium auf dem „Forum Thomanum“. Hier sollen die Kinder von klein auf musikalisch gefördert werden.

Feuerwehrleute sind die Nr.1

Stuttgart. Kein Wunder, dass viele davon träumen, Feuerwehrmann, Krankenschwester oder Pilot zu werden. Denn diese Berufe genießen laut einer Umfrage des Magazins „Reader`s Digest“ das größte Vertrauen und höchstes Ansehen in Deutschland. Die Befragung zu den Berufen wurde in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal in 15 europäischen Ländern durchgeführt. Schon beim ersten Mal landeten die Feuerwehrleute auf Platz eins und haben diesen Platz bis heute nicht verloren. Einen schlechteren Stand haben Fußballer, Autohändler und Politiker. Die landeten auf den letzten Plätzen.

Kröten unterwegs

Berlin. Es ist Frühling. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Und auch die Tiere kriechen aus ihren Winterverstecken. So auch die Kröten. Sie zieht es zu den Teichen und Tümpeln. Hier wollen sie ihren Laich – so werden die Eier bei den Kröten genannt – ablegen. Doch die Wege zu den Gewässern sind oft gefährlich. Die Kröten müssen Straßen und Wege überqueren und werden von Autofahrern oder Radfahren nicht gesehen. Deshalb sind seit vielen Jahren Naturschützer jede Nacht unterwegs. Sie stellen Fangzäune auf und tragen die Kröten in Eimern über die Straße. Doch während der Laichwanderungen sterben trotzdem viele Kröten. Der Naturschutzbund (NABU) möchte nun die tatsächliche Zahl der Straßenopfer ermitteln. Deshalb bittet der NABU jeden um Mithilfe: Wer überfahrene Erdkröten sieht, sollte die Anzahlt beim NABU im Internet melden. Adresse: www.nabu.de

EUROPA

Frankreich unter Schock

Toulouse. In der südfranzösischen  Stadt Toulouse gab es zwei  schreckliche Anschläge. Ein Mann hat insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter einen Lehrer und drei Kinder an einer jüdischen Schule. Der Mann hieß Mohammed Merah, war 24 Jahre alt und hatte angekündigt, noch weitere Anschläge zu planen und Menschen zu töten. Doch die Polizei konnte ihn identifizieren und umstellte sein Wohnhaus. Am Donnerstag wurde er nach 32-stündiger Belagerung seines Hauses bei einem Feuergefecht mit der französischen Polizei getötet.

Touristen statt Kühe

Dursey Island. Normalerweise fahren Menschen mit einer Seilbahn den Berg hinauf. Doch in Irland ist das anders. Da verbindet die Seilbahn die Insel Dursey mit dem Festland. Und da auf der Insel nur noch ein paar Menschen leben, dafür aber viele Schafe und Kühe weiden, transportiert die Seilbahn auch Tiere. Sie kann sechs Menschen, sechs Schafe oder eine Kuh befördern. Doch nun gibt es Streit. Die Grafschaftsverwaltung in Cork will den Transport von Kühen verbieten. Die Kühe seien zu schwer. Doch seit 40 Jahren schweben die Kühe die fast achtminütige Fahrt ohne Probleme über den Sund. Die Bauern vermuten, dass die Touristen Vorfahrt haben sollen. Denn die kommen auf die kleine Insel zum Wandern. Doch für die Kühe gibt es keine andere Möglichkeit, aufs Festland zu kommen. Die Einheimischen wollen deshalb um ihre Seilbahn und den Kuhtransport kämpfen. 

WELT

Ein Stern für Miss Piggy

USA. In Hollywood gibt es eine berühmte Straße mit vielen berühmten Namen: den „Walk of Fame“. Viele weltbekannte Filmstars haben hier einen Ehrenplatz in Form eines Sterns, der in den Bürgersteig eingelassen wurde und auf dem ihr Name steht. Man spaziert also über allerlei Prominente, wenn man über diese Straße läuft. Nun bekommen zwei berühmte Puppen den 2466. Stern auf dem „Walk of Fame“: Miss Piggy und Kermit, der Frosch von den Muppets. Die Muppets gibt es schon seit 36 Jahren. Sie wurden berühmt mit der Serie „Die Muppet-Show“ und durch mehrere Kinofilme. Zurzeit sind Kermit, Miss Piggy, Gonzo, Fozzie Bär und die anderen Figuren in dem Film „Die Muppets“ zu sehen. Bei der Enthüllung ihrer Sternplakette waren einige der Puppen sogar dabei.

Lärm beeinflusst die Natur

USA. Zu laute Geräusche beeinflussen nicht nur unser Leben, auch Tiere reagieren bei Lärm anders. Und das nimmt dann sogar Einfluss auf Pflanzen, haben Biologen herausgefunden. Die Forscher haben in einer normalerweise sehr ruhigen Gegend in New Mexico laute Kompressoren, die zur Erdgasförderung benutzt werden, aufgebaut. Dann haben sie untersucht, wie sich der Lärm auf die Umwelt auswirkt. Gleichzeitig haben sie das Experiment ohne Lärm durchgeführt. Das Ergebnis: Die Tiere, die die Samen der Pflanzen verbreiten, reagieren sehr unterschiedlich auf laute Geräusche. Der Kolibri flog im lauten Gebiet viel öfter die Pflanzen an. Dadurch konnten sich die Samen weiter verbreiten. Dagegen fraßen Mäuse die  Samen von Kiefern vor allem in den lauten Gebieten. Deshalb konnten sich die Kiefern nicht so oft vermehren. 

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 24.3.2012

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yzzy am 17. März 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 17. März 2012 mit einer Sache, die wir täglich brauchen: mit Lebensmitteln. Aber wie das in jeder Wohlstandsgesellschaft ist, gehen wir mit vielen Dingen nicht achtsam um – auch nicht mit Lebensmitteln. Viel zu viel davon werfen wir jedes Jahr einfach weg, hat nun eine Studie ergeben. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um geschmuggelte Frösche am Flughafen, um einen verurteilten Kriegsverbrecher, um die Frage nach geklonten Mammuts und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 17.3.2012

yzzy Titelseite am 17. März 2012

yzzy Titelseite am 17. März 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Für die Tonne zu gut: Viele Lebensmittel landen bei uns im Müll

Noch vor ein paar Jahrzehnten war der Umgang mit Lebensmitteln bei uns ganz anders als heute. Die Menschen hatten im und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht viel zu essen und gingen sehr sparsam mit Lebensmitteln um.

Auch heute gibt es auf der Welt viele Menschen, die jeden Tag hungern müssen. Doch in Deutschland hat sich der Umgang mit Nahrungsmittel mit dem gestiegenen Wohlstand sehr geändert: Wir sind auch bei den Nahrungsmitteln eine Wegwerfgesellschaft geworden. Das zeigt ganz aktuell eine Studie der Universität Stuttgart: In Deutschland landen jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. „Das ist soviel, wie in 275.000 Lastwagen passt“, sagt Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Diese 275.000 LKW würden Stoßstange an Stoßstange eine Länge von 4.500 Kilometern ergeben. „Es wird viel zu viel weggeworfen, nutzlos gemacht und vernichtet“, sagt die CSU-Politikerin. Besonders mit Blick auf die mehr als 900 Millionen Menschen, die weltweit hungern, sei das unverantwortlich.

Die meisten Lebensmittel werden in privaten Haushalten weggeworfen. Jeder von uns schmeißt etwa 80 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Doch fast die Hälfte dieser Lebensmittel ist eigentlich noch gut. Grund für das Wegwerfen ist meist, dass der Apfel nicht mehr schön aussieht oder dass viele denken, dass der Joghurt nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) nicht mehr genießbar ist. Aber das MHD ist kein Verfallsdatum. Die meisten Lebensmittel sind auch nach diesem Datum noch gut. Im Zweifel: am Joghurt riechen oder probieren, bevor er in die Tonne wandert.

Außerdem kaufen viele Menschen einfach viel mehr ein, als sie Essen können. Und was nicht mehr gebraucht wird, landet dann eben oft im Abfall. Aigner will sich nun für einen anderen Umgang mit Lebensmitteln einsetzen. Unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ sollen wir Verbraucher informiert werden und uns bewusst machen, dass wir sorgsam mit Lebensmitteln umgehen sollen.

DEUTSCHLAND

Präsidentenwahl

Berlin. Am Sonntag (18. März) wird ein neuer Bundespräsident gewählt. Christian Wulff war am 17. Februar zurückgetreten. Nun mussten innerhalb von 30 Tagen – so schreibt es das Grundgesetz vor – neue Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten gefunden werden. Die Parteien SPD, CDU/CSU, FDP und die Grünen einigten sich auf Joachim Gauck. Für die Linken tritt die Journalistin Beate Klarsfeld an. Das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland wird von der Bundesversammlung gewählt. Sie setzt sich aus allen Mitgliedern des Deutschen Bundestages (zurzeit 620) und aus der gleichen Anzahl von Wahlleuten aus allen Bundesländern zusammen. Das können Prominente, Politiker und auch ganz normale Bürger sein, die von den Landtagen ausgesucht wurden. Die jüngste Wahlfrau ist erst 19 Jahre alt.

Landtag löst sich auf

Düsseldorf. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat sich am Mittwoch einstimmig aufgelöst. In den letzten zwei Jahren war Hannelore Kraft (SPD) Ministerpräsidentin in NRW. Sie regierte das Land zusammen mit den Grünen. Diese rot-grüne Koalition war eine Minderheitsregierung. Das heißt, die Regierungsparteien hatten keine eigene Mehrheit im Landtag und waren deswegen bei vielen Beschlüssen davon abhängig, dass Politiker von den anderen Parteien sie unterstützten. Doch das haben sie am Mittwoch nicht getan. Bei der Abstimmung um den Landeshaushalt, also um das Geld, stimmten zu viele gegen die Pläne von Rot-Grün und damit gegen die Minderheitsregierung. Deshalb muss das Parlament im Mai neu gewählt werden. Eigentlich wäre eine Wahl des Landtags erst in zwei Jahren dran gewesen.

Heimflug ohne Frösche

Dortmund. Wer in anderes Land fliegen möchte, muss durch die Zollkontrolle am Flughafen: So auch ein 15-jähriger Russe am Dortmunder Flughafen. Die Zollbeamten entdeckten bei der Durchleuchtung des Gepäcks etwas Lebendiges im Koffer. Und staunten nicht schlecht: Sie stießen auf 160 Pfleilgiftfrösche. Der Junge hatte sie in 23 kleine Plastikbehälter hineingezwängt. Angeblich hatte er die Frösche auf einer Reptilienmesse gekauft. Er hatte allerdings nicht die nötigen Papiere dabei, um solche artengeschützten Tiere ausführen zu dürfen. Er und seine Oma konnten aber nach Bezahlung eines Strafgeldes weiterfliegen – natürlich ohne Frösche. Die haben ein neues Zuhause im Aquazoo in Düsseldorf gefunden.

EUROPA

Urteil gegen Kriegsverbrecher

Den Haag. In der niederländischen Stadt Den Haag sitzt der Internationale Strafgerichtshof. Dies ist das Weltgericht, das Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord verfolgt. Nun hat das Gericht sein erstes Urteil gefällt: Es hat Thomas Lubanga wegen Kriegsverbrechen schuldig gesprochen. Während des Ostkongo-Kriegs hat der 51-jährige Rebellenführer in seinem afrikanischen Heimatland Kinder zu Soldaten ausgebildet. Die Kindersoldaten waren jünger als 15 Jahre. Viele wurden aus ihren Heimatdörfern entführt und in Militärlager gebracht. Dort bildeten Lubangas Männer die Kinder im Umgang mit verschiedenen Waffen aus und zwangen sie dann dazu, Menschen zu töten. Einige der ehemaligen Kindersoldaten sagten als Zeugen vor Gericht aus. Sie berichteten, was Lubanga ihnen angetan hat. Im Krieg im Ostkongo sollen bis zu 30.000 Kindersoldaten gekämpft haben. Bei diesem Krieg geht es hauptsächlich um wertvolle Rohstoffe, unter anderem um Koltan. Koltan wird für die Herstellung von Handys benötigt.

Schrecklicher Unfall

Kanton Wallis. Seit 30 Jahren ist es das schwerste Busunglück in der Schweiz: Bei diesem schlimmen Unfall starben vergangene Woche 22 Schulkinder im Alter von 12 Jahren sowie sechs Erwachsene. In dem Bus saßen insgesamt 52 Menschen. 24 Schüler wurden verletzt. Die belgischen und niederländischen Jugendlichen waren auf der Heimreise von einem Skiurlaub im Val d’Anniviers. Warum es zu diesem schweren Busunglück kam, ist noch unklar. Der Busfahrer fuhr in einem Tunnel gegen die Wand.

WELT

Kennzeichen im Wüstensand

Sahara-Wüste. Manchmal verschwinden Sachen einfach, und dann tauchen sie völlig unerwartet wieder auf. So einen unglaublichen Zufall gab es jetzt in der riesigen Sahara-Wüste in Afrika – sie ist ungefähr so groß wie die USA. Der 27-jährige Erzieher Markus Hanke aus München war mit seinem Motorrad in der Wüste unterwegs und verlor irgendwo auf der 2000 Kilometer langen Fahrt sein Nummernschild mitten im Sand. Also eigentlich unmöglich, es wieder zu finden. Aber wie der Zufall will, fand drei Wochen später Michael Baumann, der auch in München lebt, das Nummernschild in der Wüste wieder. Jetzt trafen sich die beiden Motorradfahrer in ihrer Heimatstadt, und das Kennzeichen ging zurück an seinen Besitzer. Für ihn wird es immer ein wichtiges Erinnerungsstück an die Motorradreise sein.

Urzeittiere auf der Erde?

Südkorea. Die riesigen Mammuts leben schon seit mehr als 10.000 Jahren nicht mehr. Geblieben sind die Elefanten. Südkoreanische und russische Wissenschaftler möchten die Tiere aus der Urzeit nun wieder haben. Sie wollen Zellkerne aus einem Mammut-Gewebe in Eizellen eines Elefanten einsetzen. Diese Eizellen sollen dann einer Elefantenkuh eingepflanzt werden. Sie soll das Mammut-Baby austragen. Der Südkoreaner Woo-Suk Hwang will so ein Mammut klonen. Klonen heißt, es werden genetisch gleiche Lebewesen künstlich erzeugt, eineiige Zwillinge sind das natürliche Gegenstück. Andere Wissenschaftler denken, dass sein Plan mit dem Mammut nicht klappen wird. Sie sagen: Weil das Mammut schon so viele Tausend Jahre ausgestorben ist und seine Zellen nur im Eis konserviert waren, könnten zu viele Erbinformationen in den Zellen verloren gegangen sein.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 17.3.2012

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yzzy am 10. März 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 10. März 2012 mit unserem Körper – genauer: mit unserem Rücken. Wie können wir es schaffen, trotz viel sitzender Tätigkeit unser Leben lang ohne Rückenschmerzen zu verbringen? Damit beschäftigt sich in diesem Jahr der Tag der Rückengesundheit – und zwar schon für Kinder. Außerdem geht es um streikende Busfahrer, um die erste Frau im Weltall, unglaublich starke Spinnenfäden und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 10.3.2012

yzzy Titelseite am 10. März 2012

yzzy Titelseite am 10. März 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Strecken, beugen, drehen: Am Donnerstag ist Tag der Rückengesundheit

Strecken, beugen, drehen: Unser Körper braucht Bewegung, sonst fängt er an zu schmerzen. Viele Erwachsene können da aus eigenen Erfahrungen sprechen. Und vor allem der Rücken macht vielen Probleme. Doch diese Rückenprobleme beginnen schon in der Kindheit. Deshalb hat sich der Verein „Aktion Rückenwirbel“ ein großes Ziel gesetzt.

Am 15. März findet zum 11. Mal der „Tag der der Rückengesundheit“ statt und bis dahin soll 120.000 Grundschülern die tägliche Rückenprävention vermitteln werden. Das heißt, mit gezielten Übungen soll jedes Kind einen starken Rücken bekommen. Denn nur ein starker Rücken verursacht keine Schmerzen. „Haltungsschäden und Rückenschmerzen betreffen heute leider nicht nur Erwachsene“, weiß Vereinsvorstand Dr. Dietmar Krause.

„Bereits jedes dritte Kind zwischen 7 und 9 Jahren klagt über Rückenbeschwerden; bei Jugendlichen zwischen 10 bis 16 Jahren ist dieser Anteil doppelt so hoch. Unser Ziel ist es daher, allen drei Millionen Grundschulkindern in Deutschland die Teilnahme an dieser effizienten Präventionsaktion zu ermöglichen.“ An diesem 15. März soll es viele Aktionen rund um das Thema Rückengesundheit in Schulen, Apotheken oder Arztpraxen geben.

Das große Ziel der „Aktion Rückenwirbel“ ist, dass die tägliche Rückengymnastik so normal wird wie das tägliche Zähneputzen. Und die vier Grundübungen einfach morgens und abends oder einfach zwischendurch gemacht werden können. So sollen alle, ob groß oder klein, zu mehr Bewegung im Alltag motiviert werden. Denn nur mit einem gesunden Rücken können wir aufrecht durchs Leben gehen und das von Anfang an.

DEUTSCHLAND

Es wird gestreikt

Berlin. Kam vergangenen Mittwoch der Bus zur Schule nicht? Wahrscheinlich lag es am Streik. Zurzeit gibt es in vielen Bundesländern Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Busfahrer, Müllmänner, Angestellte der Stadtverwaltung oder auch Erzieher – sie alle arbeiten im Öffentlichen Dienst, also für eine Stadt oder einen Landkreis. Zu den Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Allein in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg machten etwa 30.000 Arbeitnehmer bei dem Streik mit. Sie zogen mit Plakaten („Wir sind es wert“) und Trillerpfeifen durch die Städte. Die Angestellten im Öffentlichen Dienst finden, dass sie zu wenig Geld für ihre Arbeit bekommen, und fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt pro Monat (also zum Beispiel 3195 statt bislang 3000 Euro). Die Gegenseite (die Arbeitgeber) findet, dass das zuviel ist. Nun wird so lange verhandelt und vielleicht auch wieder gestreikt, bis sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer geeinigt haben werden.

Süßer Glücksmoment

Bonn. Gibt es Situationen, in denen du unbedingt Schokolade brauchst? Vor einer schwierigen Klassenarbeit oder als Belohnung für eine gute Note? Als Tröster bei Kummer? Schokolade macht glücklich – so sagt man jedenfalls. Und ein bisschen stimmt das auch, aber eben nicht ganz. Schokolade kann die Stimmung für ein paar Momente verbessern. Das liegt daran, dass ihre Inhaltsstoffe im Gehirn eine Reaktion auslösen können, die gute Laune macht. Aber eben nur kurz. Das sagt die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Das Problem ist, dass Schokolade auch dick macht. Deswegen kann man gar nicht so viel davon essen, dass man lange davon glücklich wird. Denn dann gibt es schon wieder ein neues Problem, nämlich das Körpergewicht.

Wieder eine Ampelfrau

Fürstenwalde. „Bei Rot bleibe stehn“, dann hat man Zeit, sich mal die Ampelmännchen genau anzuschauen. Und da liegt der Knackpunkt: Fast immer sind es die „Männchen“, die uns zeigen, ob wir gehen oder stehen müssen. Das hat sich nun im Bundesland Brandenburg geändert. Seit vergangenem Dienstag darf die erste Ampelfrau in Fürstenwalde ihren Dienst verrichten. Mit abstehenden Zöpfen und einem weiten Kleid bestimmt sie nun, wann man gehen darf. Im Bundesland Sachsen sind Ampelfrauen schon seit 2004 im Dienst.

EUROPA

Erste Frau im All wird 75

Moskau. Im Jahr 1963 flog die damals 26-jährige Russin Valentina Tereschkowa als erste Frau ins Weltall. Sie arbeitete als Näherin – träumte aber schon immer davon, zu den Sternen zu fliegen. Das schaffte sie: An Bord des Raumschiffes Wostok 6 startete Valentina Tereschkowa am 16. Juni 1963 vom Kosmodrom in Baikonur ins All und umrundete bei ihrem dreitägigen Flug die Erde 49 Mal. Tereschkowa ist heute noch Abgeordnete der Partei Geeintes Russland im russischen Parlament. Sie wird von vielen Menschen in Russland noch immer sehr geehrt. Ihren 75. Geburtstag feiert sie aber ganz bescheiden. Einen Traum hat sie noch: „Ich würde gerne erleben, dass der Mensch auf dem Mars landet.“

Athen zahlt nur die Hälfte

Athen. Was macht man, wenn man seine Schulden nicht zurückzahlen kann? Man muss so lange sparen, bis man das Geld zusammen hat. Wenn aber ein Staat besonders hohe Schulden hat, dann kann er diejenigen, die ihm das Geld geliehen haben, unter Druck setzen. „Ihr könnt es euch aussuchen: Ich zahle ein bisschen was zurück – oder gar nichts!“ Genau das ist jetzt in Griechenland geschehen. Griechenland hat es geschafft, dass es nur die Hälfte seiner Schulden zurückzahlen muss. Die Banken, die dem Staat das Geld geliehen haben, machen dabei mit. Sie haben nämlich Angst davor, dass Griechenland ganz Europa oder sogar die Welt in die Pleite treiben könnte, wenn das Land nicht langsam wieder finanziell auf die Beine kommt. Das Geldsystem ist nämlich so eng miteinander verstrickt, dass eine einzelne große Pleite alle mit umwerfen kann – so wie beim Domino-Effekt.

WELT

Spinnenfäden machen Musik

Japan. Shigeyoshi Osaki ist Professor für Chemie an einer Medizinischen Universität im Süden Japans. Er forscht schon seit 35 Jahren daran, was Menschen mit Spinnenfäden so alles anstellen können. Denn Spinnenseide hält hohen Temperaturen und UV-Licht stand, was sie zu einem besonderen Material macht. Osaki sagt, dass man Spinnenfäden auch verwenden kann, um Wunden zu nähen. Er hat aus den Fäden auch schon ein Seil hergestellt, das bis zu 600 Kilogramm tragen kann. Nun hat er eine neue Entdeckung gemacht, die viele Musiker erstaunen wird: Er hat Saiten für Geigen aus Spinnenfäden hergestellt. Sie sollen ganz besonders weich und tief klingen.

Ein buntes Fest in Indien

Indien. In Indien geht es in diesen Tagen richtig bunt zu: Viele Inder feiern das „Fest der Farben“. Dann darf jeder den Nachbarn oder Menschen auf der Straße einfach mit Farbpulver oder flüssiger Farbe überschütten. Überall leuchten die Menschen rot, gelb, grün, orange, blau und pink. Bei dem indischen Frühlingsfest geht es besonders fröhlich zu. Und niemand darf böse sein, wenn er von den Farben getroffen wird. Allerdings gab es in diesem Jahr einen schlimmen Unfall. Ein Junge starb und 200 Menschen wurden verletzt, weil offenbar Farbpulver vergiftet war. Dabei soll es bei diesem Fest ums Feiern und Versöhnen gehen. Alte Freundschaften sollen wieder aufleben und soziale Gräben überwunden werden. Denn „Happy Holi“ – wie es in Indien heißt – wird zum Ende des Winters gefeiert und symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse.

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yzzy am 3. März 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 3. März 2012 mit einer Sache, die mittlerweile den Alltag von vielen Erwachsenen und Kindern bestimmt: Es geht um Bildschirmzeiten. Das ist nämlich längst mehr als nur der Fernseher. Beim Videospiel, beim Simsen, am Computer und bei so mancher anderer Gelegenheit verbringen wir Tag für Tag so manche Stunde vor einem Bildschirm. Unser Titelthema für diese Ausgabe. Außerdem geht es um Rechte für Kinder, um einen Riesenfloh, um den kleinsten Mann der Welt und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 3.3.2012

yzzy Titelseite am 3. März 2012

yzzy Titelseite am 3. März 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Viereckige Augen? Es gibt auch ein Leben ohne Bildschirm

Egal ob Fernseher, Computer, Radio, MP3-Player oder Handy: Wir nutzen täglich Medien, um uns zu informieren, zu spielen, Musik zu hören oder soziale Kontakte zu knüpfen. Ob und welchen Einfluss die Dauer dieser Mediennutzung unser das Leben hat, wollte die Krankenkasse DAK wissen und hat eine Studie bei der Leuphana Universität in Lüneburg in Auftrag gegeben. Befragt wurden rund 6000 Jungen und Mädchen zwischen elf und 18 Jahren.

Herausgekommen ist, dass fast jeder 5. Schüler täglich mehr als sechs Stunden vor dem Bildschirm sitzt. „Die Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken ist für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens“, erklärt Diplom-Psychologin Ina Cramer von der Leuphana Universität Lüneburg. Aus der Studie geht auch hervor, dass viele Jugendliche mit dem Internet verantwortlicher umgehen, als Erwachsene das oftmals vermuten. Oft klagen diese Intensivnutzer über Schulunlust und sind mit ihren Schulleistungen unzufrieden. Besonders die Mädchen sind mit ihren Schulnoten nicht zufrieden. Wenn allerdings die schulischen Leistungen und das schulische Interesse unter der täglichen intensiven Nutzung leiden, sollten Eltern und Lehrkräfte das Gespräch mit den Jugendlichen suchen, empfehlen die Experten. Grundlage für einen guten Umgang mit dem Internet sei auch die Bereitschaft der Erwachsenen, sich mit den neuen Medien zu beschäftigen.

DEUTSCHLAND

Kinderrechte

Berlin. Um die Situation von Kindern auf der Welt zu verbessern, soll es bei den Vereinten Nationen (UN) bald möglich sein, Kinderrechte einzuklagen. Dazu gehört zum Beispiel das Recht auf Bildung. Die Kinderrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten worden. Die soll nun durch ein Zusatzprotokoll ergänzt werden. Kinder sollen damit ein Beschwerderecht bekommen. Damit können die Vereinten Nationen in besonders schweren Fällen auch Untersuchungsverfahren gegen Staaten einleiten, die gegen Kinderrechte verstoßen. Hilfsorganisationen sprachen von einem „Meilenstein für den Schutz der Kinderrechte“. Dieses neue Recht tritt in Kraft, wenn mindestens zehn Länder zustimmen. Für Deutschland hat Familienministerin Kristina Schröder das Protokoll vergangenen Dienstag in Genf unterschrieben.

Rätselhafter Spender

Braunschweig. In Braunschweig freuen sich soziale Einrichtungen seit November 2011 immer wieder über Briefumschläge mit Geld. Ein großzügiger Spender hat so schon insgesamt 190.000 Euro verteilt. Der Spender ist unbekannt: Er hinterlässt die Umschläge mit dem Geld und einem Zeitungsartikel, aus dem hervorgeht, an wen die Spende gerichtet ist. Ein Pfarrer fand schon einen Spendenumschlag hinter Gesangbüchern. Außerdem wurden die Suppenküche, die Opferhilfe und eine Kindertagesstätte beschenkt. Zuletzt bedachte der Wohltäter ein Hospiz mit 10.000 Euro. In einem Hospiz werden Menschen, die todkrank sind, bis zu ihrem Tot betreut und begleitet.

Gefährlicher Bubble Tea

Köln. Es ist süß und bunt und erobert den deutschen Markt: Bubble Tea. Doch mit dem ursprünglichen Tee hat dieses Getränk wenig zu tun. Und das ist das Problem. Die bunte Flüssigkeit enthält Sirup und jede Menge andere Stoffe, die dick machen. So hat ein Glas (0,2 l) schon alleine 300 bis 500 Kalorien! In dieser Kalorienbombe steckt noch ein weiteres Problem. Und das sind erdnussgroße Kügelchen, die mit einem dicken Strohhalm aufsogen werden. Diese „Popping Bobas“ (Perlen, die aufplatzen) können bei zu schnellem Ansaugen in die Lunge gelangen. „Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, können sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen“, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

EUROPA

Putin greift wieder nach der Macht

Moskau. In Russland wird am Sonntag der Präsident gewählt. Und eigentlich wissen alle schon, wer die Wahl gewinnen wird: Vladimir Putin. Er ist ein sehr mächtiger Mann. Er regierte schon vor dem jetzigen  Präsidenten Dimitri Medwedew und will nun wieder an die Macht. Nach aktuellen Umfragen wird Putin die Wahl gewinnen. Viele Menschen in Russland sind aber dagegen, dass Putin wieder Präsident wird. Sie werfen ihm unter anderem vor, die Parlamentswahlen im Dezember zu seinem Vorteil beeinflusst zu haben. Es gibt immer wieder große Demonstrationen gegen ihn. Nun wirft Putin wiederum seinen Gegnern vor, dass sie Wahlzettel fälschen wollen. Außerdem sagt er, dass es eine Verschwörung aus dem Ausland gäbe, um seine erneute Wahl zum Präsidenten zu verhindern.

Riesenfloh entdeckt

London. Wer schon mal von einem Floh gebissen wurde, weiß: Es juckt und ist unangenehm. Dabei ist so ein Floh gerade einmal 1,5 bis 4,5 Millimeter groß. Wie muss es da wohl vor 150 Millionen Jahren zugegangen sein? Wissenschaftler haben nämlich versteinerte Überreste von Riesenflöhen aus der Urzeit entdeckt – und das haben die Forscher jetzt in der englischen Fachzeitschrift „Nature” veröffentlicht. Diese Urzeitflöhe waren damals so groß wie eine Hornisse, also bis zu zwei Zentimeter lang. Diese Flöhe konnten aber nicht – wie die Flöhe, die wir kennen – springen. Sie krallten sich an ihren Opfern fest und saugten ihnen das Blut mit ihrem gezackten Saugrüssel aus. Allerdings waren die Tiere, die von den großen Flöhen geplagt wurden, auch ein bisschen größer als heute – zum Beispiel das Mammut oder der Tyrannosaurus Rex.

WELT

Kleinster Mann der Welt

Nepal. Frag mal deine Eltern, wie groß du bei deiner Geburt warst. In etwa so groß, nämlich 54,6 cm, ist der kleinste Mann der Welt. Chandra Bahadur Dangi ist 72 Jahre alt, wiegt 12 Kilogramm und lebt in Nepal. Mit dieser Größe kommt er nun ins „Guinness-Buch der Rekorde“. Chandra Bahadur Dangi war noch nie beim Arzt. Deswegen weiß auch keiner, warum er so klein blieb. Für die Vermessung reiste er in Nepals Hauptstadt Katmandu und verließ zum ersten Mal sein Dorf.

Stichwahl muss entscheiden

Senegal. Vergangenen Sonntag konnten mehr als fünf Millionen Menschen im Senegal ihr Staatsoberhaupt wählen. Der Senegal galt bisher als Vorzeigedemokratie auf dem afrikanischen Kontinent. Es gibt dort nämlich mehrere Parteien, eine Offenheit allen Religionen gegenüber und eine weitgehend freie Presse. Außerdem wurde das Land bisher von schweren inneren Unruhen verschont. Doch vor der Wahl kam es zu Protesten. Denn der derzeitige Staatschef Abdoulaye Wade will zum dritten Mal wieder gewählt werden. Aber eigentlich lässt die Verfassung des Senegal nur zwei Amtszeiten zu. Das Wahlergebnis war nicht eindeutig. Der 85-jährige Abdoulaye Wade bekam zwar die meisten Stimmen, aber nicht genug um regieren zu können. Nun soll eine Stichwahl zwischen ihm und seinem Herausforderer Macky Sall entscheiden. Es wird damit gerechnet, dass der bisherige Präsident Abdoulaye Wade diese Stichwahl verlieren wird.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 3.3.2012

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yzzy am 25. Februar 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 25. Februar 2012 mit einem kleinen, quirligen Kerlchen, das jede Menge Streiche im Kopf hat und einen Schreiner mal zur Weißglut und dann wieder in Verzückung treiben kann: Die Rede ist vom Pumuckl. Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Der kleine Kobold mit den roten Haaren wird 50 Jahre alt. Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um einen Gold- und Bronzeschatz, um das Ende für das französische Fräulein, um ein ururururaltes Eichhörnchenversteck und  um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 25.2.2012

yzzy Titelseite am 25. Februar 2012

yzzy Titelseite am 25. Februar 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Hurra Hurra …der Pumuckl wird 50 Jahr!

Knallrote Haare, gelber Pulli, grüne Hose – das ist der Pumuckl. Der kleine Kobold war zum ersten Mal am 21. Februar 1962 im Radio zu hören. Seine Erfinderin ist Ellis Kaut. Sie hatte bis dahin schon einige Hörspiele für den Bayerischen Rundfunk geschrieben. Doch eines Tages brauchte der Radiosender dringend eine neue Figur. Die heute 91-jährige Ellis Kaut dachte sich den kleinen Klabautermann Pumuckl aus.

Er lebt beim Tischlermeister Eder. Das erste Hörspiel „Spuk in der Werkstatt“ begeisterte sofort die Kinder. Ganz nach dem Pumuckl-Motto „Ui, das reimt sich – und was sich reimt, ist gut“. Insgesamt schrieb Ellis Kaut 90 Pumuckl-Hörspielfolgen. Der Schauspieler Hans Clarin gab dem Kobold mit den roten Haaren diese unverwechselbare Krächzstimme. Und der bayerische Schauspieler Gustl Bayrhammer sprach den liebenswerten Meister Eder, der fast immer Verständnis für den Schabernack seines kleinen Freundes hat. 1982 wurde der erste Pumuckl Kinofilm ausgestrahlt. Damit wurde der freche Kobold auch in anderen Ländern bekannt. Dann folgten die Fernsehserien mit einem gemalten Pumuckl.

Auch wenn es mittlerweile etwas ruhiger um den kleinen Kerl geworden ist, seine Stimme (Hans Clarin) starb 2005 und Meister Eder schon 1993, so gibt es all seine lustigen und manchmal traurigen Abenteuer zum Lesen, Hören und Sehen. Und seine aufmüpfige Art gefällt den Kinder heute noch genauso gut wie damals – vor 50 Jahren: „Pumuckl neckt, Pumuckl versteckt, niemand entdeckt.“ 

DEUTSCHLAND

Verzichten

Wiesbaden. Am Rosenmontag war für Karnevalisten noch Mega-Stimmung angesagt – und am Aschermittwoch dann alles vorbei. Für viele hat am Mittwoch die Fastenzeit begonnen: Sieben Wochen – bis Ostern – wollen sie auf Dinge verzichten, die ihnen sonst im Leben wichtig sind. Traditionell heißt fasten: Verzicht auf Fleisch. Für immer mehr Menschen in Deutschland ist das aber schon längst normal: Sie sind Vegetarier. 4 bis 7 Millionen essen vegetarisch – einige verzichten dabei auf alles, was von Tieren stammt, andere essen Eier, Produkte aus Milch (Käse, Quark, Joghurt) und trinken Milch. In der Fastenzeit geht es aber nicht nur ums Essen. Viele verzichten in dieser Zeit auch auf Dinge wie Fernsehen, ständige Musikberieselung, auf das Handy. Oder sie nehmen sich vor, ganz besonders ordentlich zu sein.

Ein seltener Tag

Das Jahr 2012 ist ein Schaltjahr. Das merkt man daran, dass der Februar statt 28 Tagen in diesem Jahr 29 Tage hat. Doch warum ist das so? Das liegt an der Zeit, die die Sonne braucht, um einmal die Erde zu umkreisen. So eine Umrundung dauert genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,252 Sekunden. Das ist etwa ein viertel Tag länger, als unser Kalenderjahr mit 365 Tagen dauert. Um den Unterschied auszugleichen, gibt es alle vier Jahre einen Schalttag, den 29. Februar. Damit die Rechnung auch langfristig aufgeht, müssen über einen Zeitraum von 400 Jahren jeweils drei Schaltjahre gestrichen werden. Dazu gibt es folgende drei Schaltjahr-Regeln: 1. Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn die Jahreszahl durch 4 teilbar ist. 2. Ein Jahr ist kein Schaltjahr, wenn es durch 4 und 100 restlos teilbar ist. 3. Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn es sowohl durch 4, durch 100 und durch 400 teilbar ist.

Schatz gibt Rätsel auf

Syke. Nur 60 Zentimeter in der Erde auf einem Acker haben Archäologen in Syke, in der Nähe von Bremen, eine sensationelle Entdeckung gemacht: ein 3400 Jahre alter Schatz aus Gold und Bronze. Schon im April wurde er bei  Bauarbeiten für eine Erdgaspipeline entdeckt. Jetzt stellten die Forscher den Schatz in Hannover vor. Diese besondere Entdeckung stellt die Archäologen vor ein Rätsel. Denn der Schatz stammt nicht aus Europa, sondern aus Mittelasien. Und bisher weiß noch keiner, wie der Schatz ins heutige Niedersachsen gelangen konnte. Eine weitere Besonderheit ist, dass einige der kostbaren Schmuckstücke auf sehr fortschrittliche Weise hergestellt worden sind.

EUROPA

Schluss mit Fräulein

Paris. In Frankreich werden Erwachsene bei der Anrede noch in drei Kategorien aufgeteilt: Monsieur (alle Männer), Madame (verheiratete Frauen) und Mademoiselle (unverheiratete Frauen). In Deutschland gab es früher auch die Ansprache „Fräulein“, was das gleiche bedeutete wie Mademoiselle. Der Begriff wurde hier schon 1971 abgeschafft. Nun soll es auch in Frankreich keine Fräuleins mehr geben. Denn viele finden es unnötig, dass man bei einer Frau einen Unterschied in der Anrede macht je nachdem, ob sie verheiratet ist oder nicht. Bei Männern werde das ja auch nicht gemacht, sagen Frauenrechtlerinnen. Nun sollen auf Formularen von Behörden alle Frauen mit Madame angesprochen werden – egal ob verheiratet oder nicht.

Im Schnee gefangen

Umeå. Polizei und Sanitäter konnten es kaum glauben, was sie da sahen, als sie vergangenen Freitag zu einem eingeschneiten Auto gerufen wurden. Ein Mann war seit zwei Monaten in seinem Auto eingeschlossen. Durch den vielen Schnee, der vor allem im Dezember gefallen war, konnte der 44-Jährige sein Auto wohl nicht mehr alleine verlassen. Seit dem 19. Dezember hatte er sich nur von Schnee ernährt. Er konnte zwar nicht die Autotüren öffnen, aber die Autoscheiben bekam er auf, so dass er sich den Schnee vom Dach seines Autos holen konnte. Im Auto war es eiskalt. Überleben konnte er wohl auch nur, weil er einen Schlafsack dabei hatte. Als er gefunden wurde, war er sehr schwach. Mittlerweile geht es ihm wieder besser.

WELT

Samen werden eingefroren

Australien. Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde. Es liegt vor der Küste Australiens im Südpazifik und ist rund 2300 Kilometer lang. Das Riff bietet ganz vielen Lebewesen eine Heimat. Doch dieses Ökosystem ist wegen des Klimawandels in großer Gefahr zerstört zu werden. Deshalb haben australische Wissenschaftler nun eine wertvolle Samenbank angelegt, um die vielen Arten retten zu können. In einem Zoo froren sie Teile des Meeresriffs ein: 70 Milliarden Spermien und 22 Milliarden Korallenembryos liegen in einer Wanne mit flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius auf Eis. Damit wollen die Experten das bedrohte Riff retten. Nicht nur für die Lebewesen im Meer ist es unersetzlich. Für die Küste ist es ein natürlicher Schutz vor Wellen. Und für Taucher ist das Great Barrier Reef ein unglaubliches Erlebnis.

Blume aus der Urzeit

Russland. Kennt ihr den Film „Ice Age“? Hier versucht ein Eichhörnchen, eine Nuss vor der Eiszeit in Sicherheit zu bringen. So ähnlich kann es vor über 30.000 Jahren in Sibirien tatsächlich passiert sein. Denn russische Forscher entdeckten im Dauerfrostboden eine Erdhörnchen-Höhle aus der Eiszeit. Darin fanden sie verschiedene Blumensamen, die sich das Tier als Vorrat angelegt haben könnte. Die Samen waren rund 38 Meter unter der Oberfläche im ewigen Eis verschlossen und frisch gehalten worden. Nun ist es gelungen, aus einem dieser 30.000 Jahre alten Samen eine Pflanze wachsen zu lassen: Die Silene stenophylla, aus der Familie der Leimkräuter. Eine Sensation, denn die Silene stenophylla ist die erste und einzige Pflanze der Welt, die  aus der Eiszeit stammt und blüht.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 25.2.2012

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yzzy am 18. Februar 2012

yzzy beschäftigt sich in dieser Ausgabe vom 18. Februar 2012 mit Spaß, Feiern, Lebensfreude: Karneval! Aber woher kommen die „Tollen Tage“ eigentlich, wer hat sie erfunden? Und warum verkleiden wir uns gerade jetzt? Unser Titelthema in dieser Woche. Außerdem geht es um den unerfreulichen Abschied unseres Bundespräsidenten, um einen kleinen Langstreckenflieger, um ein noch viel kleineres Reptil, um Streit um eine klimatisch völlig unangenehme Inselgruppe und um weitere Themen aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Und so kommen die Kindernachrichten yzzy aufs Papier: einfach auf den nachstehenden Link oder direkt aufs Bild der Titelseite klicken und dann ausdrucken! yzzy am 18.2.2012

yzzy Titelseite am 18. Februar 2012

yzzy Titelseite am 18. Februar 2012

Die Themen dieser Ausgabe:

TITELTHEMA

Helau und Alaaf! Und wieder einmal ist Karneval

Es ist wieder soweit: Die Narren sind los. In ganz Deutschland wird Karneval, Fas(t)nacht oder Fasching gefeiert. Egal wie es heißt, es bedeutet überall dasselbe. Seit Donnerstag (Weiberfasnacht) hat uns die fünfte Jahreszeit fest im Griff. Es wird gefeiert, gelacht und ganz wichtig: Wir verkleiden uns. Da ist natürlich alles erlaubt, was Spaß macht und gefällt. Der Kölner Karneval ist fast so alt wie die Stadt selbst. Doch so organisiert wie heute wird der Kölner Karneval erst seit fast 200 Jahren gefeiert.

Früher wurden zu dieser Zeit Frühlingsfeste gefeiert. Die Germanen wollten mit ausgelassenen Festen die Winterdämonen vertreiben. Es wurde sich verkleidet, denn mit den Kostümen wollte sie sich über die bösen Geister lustig machen. Später übernahmen die Christen diese alten Bräuche. Zu Fastnacht oder Karneval wird noch mal ausgelassen gefeiert, denn am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Diese dauert dann bis Ostern. Doch bevor es damit losgeht, gehen die Menschen auf die Straße. Der Straßenkarneval hat seinen Höhepunkt an Rosenmontag. In Düsseldorf, Mainz und Köln finden die größten Rosenmontagszüge statt. Der erste organisierte Karnevalszug zog am 10. Februar 1823 durch Köln. Vorher wurde der Karneval oft so ausgelassen gefeiert, dass beschlossen wurde, durch eine Festordnung die Feierlichkeiten zu lenken und zu kontrollieren. Seitdem findet jedes Jahr der Rosenmontagszug statt.

In vielen Vororten gibt es Umzüge speziell für Kinder. Und dann gibt es da noch die „Narrenrufe“. Die bekanntesten sind sicherlich „Helau“ und „Alaaf“. Was sie genau bedeuten ist unklar. „Helau könnte einmal ein Hirtenruf gewesen sein. Oder eine Erklärung ist auch, dass es von Halleluja abstammt.  Das „Alaaf“ soll vom altkölnischen Begriff „all af“ (alles weg) entwickelt haben. Aber egal, was ihr ruft und wo ihr feiert: Wichtig ist, ihr habt Spaß und der Winter wird vielleicht auch ein bisschen damit vertrieben.

Wulff erklärt Rücktritt

Über Monate stand Bundespräsident Christian Wulff in der öffentlichen Kritik: Es gibt Anzeichen dafür, dass er nach dem Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ gehandelt hat – also dass er als einflussreicher Politiker anderen (zum Beispiel Wirtschaftsbossen) Vorteile verschafft hat und selber von großzügigen Gefallen dieser Bosse profitiert hat. So etwas nennt man Vorteilsnahme – und ein Bundespräsident darf nicht mal in den Verdacht geraten, dass er solche Sachen macht oder gemacht hat. Am Freitag hat Wulff das getan, worauf viele schon seit Wochen gewartet haben: Er hat seinen Rücktritt erklärt. Der nächste Bundespräsident soll schnell gewählt werden. Wahrscheinlich wird es Joachim Gauck. Auf ihn haben sich die großen politischen Parteien schon so gut wie geeinigt.

DEUTSCHLAND

Bau geht weiter

Stuttgart. In der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart wird ein neuer Bahnhof gebaut. Darum gab es schon viel Ärger. Viele Menschen wollen diesen Umbau nicht. Er ist ihnen zu teuer und sie finden den alten Bahnhof besser. Deswegen gab es im vergangenen Jahr eine Volksabstimmung. Da entschieden sich die meisten Baden-Württemberger für den Umbau. Deswegen werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Um weiter bauen zu können, müssen 176 Bäume gefällt werden. Gegner des Bahnhofsneubaus harrten auf der Baustelle aus. Doch nun war es soweit: Die Polizei räumte das Gelände und die Bäume können gefällt werden. Einige sollen auch verpflanzt werden. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen war „sehr, sehr froh“ über den weitgehend friedlichen Verlauf der Räumung.

Bürgermeister abgewählt

Duisburg. Im vergangenen Sommer gab es in Duisburg bei der Riesenparty „Love-Parade“ eine Massenpanik. Es starben 21 junge Menschen. Es gab viel zu wenig Platz für die vielen Menschen, die hier feiern wollten. Viele Duisburger Bürger meinten, dass der Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland große Mitschuld an der Katastrophe trägt. Sie verlangten, dass er von seinem Amt zurück treten soll. Aber Adolf Sauerland wollte Bürgermeister bleiben. Eine Bürgerinitiative sah das anders: Sie hatte mit vielen Unterschriften dafür gesorgt, dass es am Sonntag eine Wahl gab, bei der die Duisburger ihren Bürgermeister abwählen konnten. Und das haben sie mit großer Mehrheit getan. Am Mittwoch musste Sauerland seinen Schreibtisch im Rathaus räumen.

Kleiner Weltmeister

Wilhelmshaven. Er ist klein und leicht und fliegt rund 30.000 Kilometer im Jahr: Die Rede ist vom Steinschmätzer. Der 15 Zentimeter große Vogel hält unter den Singvögeln mit dieser enormen Flugleistung den Weltrekord im Langstreckenflug. „Das ist ganz erstaunlich für diesen kleinen Vogel“, sagt Heiko Schmaljohann, Biologe des Wilhelmshavener Instituts für Vogelforschung. „Außerdem fliegt der Steinschmätzer meistens allein und nicht in großen Trupps wie etwa Gänse.“  Die Forscher hatten Vögel mit Fahrtenschreibern ausgerüstet. So konnten sie ihre Flüge verfolgen. Dabei kam heraus, dass der 15 Gramm leichte Vogel oft stundenlang mit einem Tempo von 50 Kilometern in der Stunde reisen kann. Der Steinschmätzer legt meistens nachts bis zu 300 Kilometer zurück.

EUROPA

Sparen sorgt für Unruhe

Athen. Die Probleme in Griechenland gehen weiter. Am vergangenen Sonntag stimmte das griechische Parlament noch extremeren Sparmaßnahmen zu. Doch das Volk weiß schon gar nicht mehr, wie es noch mehr sparen soll. Bei vielen reicht das Geld hinten und vorne nicht. Das Einkommen ist für die vielen hohen Ausgaben zu gering. Das sorgte für Krawalle und Unruhen in den großen Städten Griechenlands. Um eine Staatspleite Griechenlands zu verhindern, braucht das Land noch mehr Geld. Die Bundesregierung in Berlin hat die Sparmaßnahmen Griechenland begrüßt.  Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in den Beschlüssen den Willen und die Bereitschaft der Griechen, große eigene Anstrengungen zu unternehmen, damit das Land nicht aus der Euro-Zone herausfällt.

Schrottsammler im All

Lausanne. Nicht nur auf der Erde entsteht eine Menge Müll. Auch im Weltall fliegt so einiges herum, was da nicht hingehört. Das sind Teile von ausgedienten Satelliten und andere Trümmerteile, die Raumschiffe und Satelliten beschädigen können. Um diese Gefahr zu bannen, haben sich Forscher aus der Schweiz etwas Neues einfallen lassen: Das Projekt Clean Space One, eine Art Müllabfuhr für das Weltall. Ziel des Projektes sind Entwicklung und Bau von Satelliten, mit denen Trümmer im Orbit eingefangen und entsorgt werden sollen. Das Ganze soll zehn Millionen Schweizer Franken (etwa acht Millionen Euro) kosten. Ab 2020 sollen dann die Müllsammler fünf bis 15 Schrottstücke jährlich aus dem Weltall entfernen.

WELT

Klitzekleines Tier

Madagaskar. Immer wieder entdecken Wissenschaftler neue Tierarten. Auf Madagaskar, einer Insel vor der Ostküste Afrikas,  wurde nun das Chamäleon „Brookesia micra“ entdeckt. Es ist nicht mal drei Zentimeter lang und damit das kleinste Chamäleon der Welt. Es ist so klein, dass es bequem auf einem Streichholz sitzen kann. Die Mini-Chamäleons leben im Laub der Wälder und essen noch kleinere Insekten oder Milben.

Streit um die Falkland-Inseln geht weiter

Falkland-Inseln. Für viele sind es nicht mehr als 200 kleine Inseln, auf denen mehr Schafe als Menschen leben. Und dennoch sorgen die Falkland-Inseln seit vielen Jahren für Streit zwischen Großbritannien und Argentinien. Beide Staaten meinen nämlich, dass die Falkland-Inseln ihnen gehören. Die Inseln liegen im südlichen Atlantik, rund 400 Kilometer vor Südargentinien – und eigentlich möchte man dort bei durchschnittlich 5 Grad Celsius gar nicht leben. Aber die Briten haben dort seit 1833 einen Militärstützpunkt und die Falklandinseln sind britisches Hoheitsgebiet. Der Höhepunkt des Streits war der Falklandkrieg vor 30 Jahren. Damals besetzte Argentinien die Inseln. 74 Tage kämpften Soldaten beider Länder gegeneinander. Großbritannien übernahm danach wieder die Kontrolle über die Inseln. Nun, wenige Wochen vor dem 30. Jahrestag, wollen  britische Abgeordnete die Inseln besuchen. Darüber ärgert sich Argentinien. Nun soll der britische Prinz William auf der Insel stationiert sein. Das empfinden die Argentinier als Provokation. Denn eigentlich geht es um die großen Ölfelder, die rund um die Inselgruppe vermutet werden. Und das bedeutet Geld, was beide Staaten kassieren wollen.

Das sind die Nachrichten für Kinder von yzzy.de in dieser Woche. Hier gibt es die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitung yzzy als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken: yzzy am 18.2.2012

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